Es wäre ensetzlich, wenn: „Ich mache das anders“ zur Normalität würde. (Joachim Panten, Aphoristiker und Publizist, 1947-2007) In einer Zeit, die Narzismus als Individualismus verkennt, mag man das unterschreiben wollen. Betrachten wir aber unsere Normalitäten heute, wünschte ich mir, mehr Menschen würden sich dazu entscheiden „anders“ zu sein. Wir beklagen uns über den Egoismus unserer Welt, über Rivalität und Leistungsdruck, fehlende echte zwischenmenschliche Beziehungen, mentalen Konformitätszwang und vieles mehr. Unser Denken und Fühlen sind nach außen gerichtet: das Streben nach besten Möglichkeiten vom jüngsten Alter an, das Investieren in eine Karriere, die uns mehr Geld als Zufriedenheit bringt, der Drang nach permanenter Beschäftigung, die uns Geltung und Anerkennung verspricht. Ohne all diese Aspekte generell schlechtreden zu wollen, fehlt in diesem Hamsterrad doch vor allem eins: der Platz zum Ich-sein, zum Glücklichsein, zum Genuss. Und zur Reflexion, zum Umdenken,...